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New Work – wie die ÖsterreicherInnen zur 4-Tage-Woche stehen

New Work – damit ist ein Konzept neuer Arbeitsformen gemeint, vorangetrieben durch die Digitalisierung und Globalisierung. Beispiele von New Work sind der 6-Stunden-Tag oder die 4-Tage-Woche, oder auch die sog. Workation (also Arbeiten im Homeoffice dort, wo andere Urlaub machen).

Wir haben uns dem Thema New Work aus der Sicht der Arbeitszeitflexibilität gewidmet und wollten von den ÖsterreicherInnen wissen, wie sie einer gesetzlich verankerten Wahlmöglichkeit zwischen 5- und 4-Tage Woche gegenüber stehen. Dabei würde sich die Gesamtarbeitszeit nicht ändern. Wer also von 5 auf 4 Arbeitstage reduziert, muss an diesen 4 Tagen länger arbeiten, hat aber einen Tag zusätzlich frei.

Die Ergebnisse:
Jede/r zweite ÖsterreicherIn steht einer gesetzlich verankerten Wahlmöglichkeit zwischen 5- und 4-Tage-Woche bei unveränderter Gesamtarbeitszeit prinzipiell positiv gegenüber. Ein Viertel der ÖsterreicherInnen würde dies sogar sehr befürworten, wobei sich der stärkste Zuspruch bei Jüngeren (15-29-jährigen) und Personen aus Ost-Österreich zeigt.

Warum kommt die Wahlmöglichkeit zwischen 5- und 4-Tage Woche so gut an?

Die Top 3 Nennungen sind:

      1. Mehr Freizeit / mehr Privatleben

      2. Mehr freie Tage / längeres Wochenende (dies ist vor allem bei den 15-29-Jährigen mit 33% Zustimmung der häufigste Grund)

      3. Entscheidungsfreiheit / man kann individuell auswählen

Was spricht gegen eine kürzere Arbeitswoche?

      1. Zu viele Tages-Arbeitsstunden, 8 Stunden täglich sind genug

      2. Nicht jeder Beruf ist für dieses Arbeitszeitmodell geeignet

      3. Es kann zu Überlastung der MitarbeiterInnen führen

Was bleibt, ist die Diskussion um 8 Stunden vs. 10 Stunden tägliche Arbeitszeit, und auch hier zeigt sich: je jünger, desto höher die Zustimmung zu einem 10-Stunden-Arbeitstag.

Download der Preview Charts als pdf

Erhebungscharakteristik
Stichprobe:n=1.031 Personen, repräsentativ für die österr. Bevölkerung ab 15 Jahre
Methodik:Randomstichprobe, persönliche Interviews (F2F)
Umfrage:MTU 52-4257
Feldzeit:März-April 2022
Die maximale Fehlerspanne bei 1.000 Befragten beträgt +/- 3,16%

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