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So gut schläft Österreich

Im März haben wir 1006 Personen, repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren, persönlich zu ihren Schlafgewohnheiten befragt. Wie lange schlafen die Österreicherinnen und Österreicher an Wochentagen und am Wochenende? Wie gut ist der Schlaf? Wie äußert sich schlechter Schlaf und was sind die Ursachen dafür?

So gut schläft Österreich Infografik

63% der Österreicherinnen und Österreicher schlafen in der Regel eher gut. Dabei gilt, dass Männer wesentlich häufiger gut schlafen als Frauen (67% „schlafe eher gut“ versus 60%). Nur jeder Achte (12%) hat im Normalfall einen eher schlechten Schlaf. Etwa ein Fünftel (24%) schläft unterschiedlich, also mal gut, mal schlecht. In Bezug auf die Schlafqualität lässt sich außerdem feststellen: mit zunehmendem Alter sinkt diese. Schlafen bei den 15-29jährigen noch 72% eher gut und nur 5% eher schlecht, sind es in der Altersgruppe 50+ nur mehr 57%, die gut schlafen und 16%, die eher schlecht schlafen. Hier hat sich also der Anteil an Schlecht-Schläfern verdreifacht.

Aber was versteht man eigentlich unter „schlechtem Schlaf“? Wie äußert sich schlechter Schlaf bei den Betroffenen? Die Mehrheit (63%) gibt an, nicht durchzuschlafen bzw. öfter aufzuwachen. Vier von Zehn haben das Gefühl, keinen erholsamen Schlaf zu finden. Weitere Kriterien sind: schlecht einschlafen (32%), zu früh aufwachen (32%) und zu wenig schlafen (30%).

Die Jüngeren sind vor allem von zu wenig Schlaf (47%), später Bettgehzeit (45%) und Nicht-Durchschlafen (44%) betroffen. Die Gruppe der 30-49jährigen leidet im Vergleich zu den anderen Altersgruppen häufiger unter dem Gefühl keinen erholsamen Schlaf zu haben. Und die Generation 50+ wacht oft auf.

Frauen berichten häufiger als Männer von mehrmaligem Aufwachen (68% versus 58%), schlafen weniger erholsam (43% versus 36%) und träumen häufiger schlecht (32% versus 16%).

Wo sehen die Betroffenen nun die Ursachen für ihren schlechten Schlaf? Störfaktor Nummer eins ist das zu viele Grübeln vorm Einschlafen. 58% geben an, im Bett nicht abschalten zu können und über vieles nachzudenken. Ein Drittel hat Schmerzen bzw. gesundheitliche Probleme, die den Schlaf beeinträchtigen. 30% müssen in der Nacht häufig auf die Toilette.

Frauen sind häufiger vom Nicht-Abschalten-Können betroffen als Männer (62% versus 54%). Männer hingegen sind öfter bis kurz vor der Bettruhe noch sehr aktiv und es fällt ihnen dann schwer, zur Ruhe zu kommen (36% versus 29%).

Dieses Problem haben übrigens auch die Personen im Alter von 15-29 Jahren (42%). Auffällig in dieser Altersgruppe ist außerdem, dass sie häufiger anmerken, kein gutes Bett / keine gute Matratze zu besitzen. Von ständigen Grübeleien, die am Einschlafen hindern, ist die Altersgruppe der 30-49jährigen besonders stark betroffen (68%) – also jene Personen, die vermutlich sowohl beruflich als auch familiär sehr viel um die Ohren haben. Erwartungsgemäß steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Schmerzen und gesundheitliche Beeinträchtigungen den Schlaf stören, mit zunehmendem Alter.

Der Österreicher verbringt übrigens an Arbeits-/Schultagen im Durchschnitt 7,1 Stunden im Bett. Die Schlafdauer ist unter Männern, Frauen, jüngeren und älteren Personen an solchen Tagen übrigens in etwa gleich.

Anders an Tagen, wo man sich ausschlafen kann, also am Wochenende oder in den Ferien. Da dauert die Nachtruhe durchschnittlich 8 Stunden, man schläft also fast eine Stunde mehr. Je jünger die Personen sind, desto länger schlafen sie am Wochenende: die 15-29jährigen im Schnitt 8,6 Stunden, Personen ab 50 Jahren jedoch etwa eine Stunde weniger (7,7 Stunden).

 Zu den Ergebnissen in Tabellenform gelangen Sie HIER.

Erhebungscharakteristik
Stichprobe:n=1006 Personen, repräsentativ für die österr. Bevölkerung ab 15 Jahre
Methodik:Quotaverfahren, persönliche Interviews (face-to-face CAPI)
Umfrage:MTU 52-2730
Feldzeit:März 2018
Die maximale Fehlerspanne bei 1000 Befragten beträgt +/- 3,16%.

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