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Eigenschaften der idealen Kollegin / des idealen Kollegen

Nach dem Covid-19 Shutdown zieht es dieser Tage immer mehr Menschen zurück aus dem Home office in die Büros und eigentlichen Arbeitsstätten. Wir nehmen dies zum Anlass um Ergebnisse zu veröffentlichen, die wir noch vor den Corona-Maßnahmen Anfang des Jahres erhoben haben. Welche Eigenschaften soll eine ideale Arbeitskollegin / ein idealer Arbeitskollege mitbringen? Was stört an der Kollegenschaft am meisten? Wir haben die Antworten, die vielleicht auch zum Nachdenken anregen: Wie verhalte ich mich gegenüber meinen KollegInnen? Wie werde ich wahrgenommen?

Die drei mit Abstand wichtigsten Kriterien eines idealen Arbeitskollegen / einer idealen Arbeitskollegin sind Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Kompetenz. Für Frauen und jüngere Beschäftigte ist Hilfsbereitschaft noch einmal deutlich wichtiger als für Männer und ältere Personen.

Für Personen unter 30 Jahren spielt zudem der Humor eine wichtige Rolle. Man soll gemeinsam Spaß haben und lachen können. Ältere Beschäftigte fordern hingegen Aufrichtigkeit, Ausgeglichenheit und auch Kompetenz viel stärker ein.

Das Ranking der wichtigsten Attribute hat sich in den letzten fast 10 Jahren kaum verändert. Auch in früheren, vergleichbaren Erhebungen waren den Befragten Ehrlichkeit, Kompetenz und Hilfsbereitschaft sehr wichtig. Interessant ist aber, dass Eigenschaften wie Höflichkeit und gute Manieren deutlich an Bedeutung verloren haben. Beide Attribute werden von weniger als 20% der Befragten zu den wichtigsten Eigenschaften gezählt. 2011 taten dies noch über 30%.

Und welche Eigenschaften nimmt man bei KollegInnen als besonders störend wahr? Unehrlichkeit und Uneinsichtigkeit (gibt Fehler nicht zu) sowie Aggressivität, Arroganz, rücksichtsloses Verhalten und Inkompetenz stören am Arbeitsplatz besonders stark.

Frauen betonen Rücksichtslosigkeit aber auch Sexismus (sexistisch, macht zweideutige Witze) wesentlich stärker. Männer bekritteln vermehrt fehlende Kameradschaft und Schlampigkeit. Je älter die Befragten werden, desto weniger möchten sie unehrliche ArbeitskollegInnen ertragen. Jüngere sehen die Launenhaftigkeit besonders kritisch.

Auch die störenden Eigenschaften haben sich in den letzten Jahren nur in wenigen Aspekten deutlich verändert. Uneinsichtigkeit und Inkompetenz stören 2020 noch etwas mehr als noch vor 10 Jahren. Im Gegensatz dazu werden Aufdringlichkeit und ungepflegtes Auftreten eher geduldet.

Download der Charts als pdf

Erhebungscharakteristik
Stichprobe:n=1229 berufstätige Personen repräsentativ für die österr. „Internet“-Bevölkerung im Alter von 18-69 Jahren
Methodik:Online Interviews (CAWI), quotiert nach Bevölkerungsstruktur
Feldzeit:Jänner 2020
Die maximale Fehlerspanne bei 1200 Befragten beträgt +/- 2,90%

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