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Das Thema Zeitumstellung in Österreich

Seit nunmehr 38 Jahren werden in Österreich die Uhren zwei Mal jährlich umgestellt. Unsere Zeitmesser ticken sieben Monate im Sommer- und fünf Monate im Wintermodus (=“Normalzeit“).

Mit der Diskussion um die Abschaffung- oder Beibehaltung dieser Regelung ergeben sich drei verschiedene Möglichkeiten der Zeitgestaltung, nämlich

  • die zwei Mal jährliche Zeitumstellung wie bisher
  • die Sommerzeit das ganze Jahr über
  • die Winterzeit das ganze Jahr über

Von den 500 Befragten repräsentativ für die österreichische Bevölkerung sind insgesamt 20% für die Beibehaltung der Zeitumstellung zwei Mal im Jahr. Mehr als ein Drittel der ÖsterreicherInnen (36%) bevorzugt die ständige Sommerzeit, während 29% für die ständige Winterzeit sind. Insgesamt bedeutet das, dass sich die Mehrheit eine Abschaffung der Zeitumstellung wünscht, das aber lieber im dauerhaften Sommerzeit-Modus und nicht in der Normalzeit.

Voll Berufstätige sind zwar die größten Befürworter der Zeitumstellungsvariante, doch insgesamt findet die ständige Sommerzeit auch in der berufstätigen Bevölkerung den größten Anklang (sowohl Teilzeit als auch Vollzeit Berufstätige).

Die ständige Winterzeit findet in der berufstätigen Zielgruppe am allerwenigsten Anklang, während nicht Arbeitende eher zu dieser Form tendieren. Der nicht arbeitenden Bevölkerung ist es auch am ehesten egal, für welche Variante schlussendlich die Entscheidung fällt. Es ist anzunehmen, dass es für sie weniger Unterschied macht, ob die Sonne im Sommer um 20:00 oder 21:00 Uhr untergeht, während Berufstätige von der „abends länger-hell-Variante“ profitieren.

Männer legen ebenfalls weniger Wert auf die gewählte Zeitform, ihnen ist es zu 21% egal wie die Uhren ticken, während nur 11% der Frauen keine Meinung dazu haben.

Hinsichtlich des Merkmals Alter zeigt sich, dass der Wunsch nach dauerhafter Winterzeit (Normalzeit) eine Generationenfrage ist. Während 41% der Generation 50+ diese Variante bevorzugen sind es nur 7% der unter 30 Jährigen. Sowohl die Jüngeren als auch die 30-49 Jährigen bevorzugen die Sommerzeit das ganze Jahr über. Wobei die junge Generation wiederum allgemein deutlich weniger Meinung zu dem Thema hat, 44% sagen nämlich, dass es ihnen egal ist.

Bei der Spectra-Repräsentativstudie fallen die Ergebnisse für Österreich also mehrheitlich zu Gunsten der Sommerzeit aus. Spannend bleibt, wie sich das Ergebnis der EU-weiten Abstimmung auf die tatsächliche Entscheidung auswirkt und auf welche Zeitregelung wir uns dann zukünftig in unserem Land einstellen können.

Erhebungscharakteristik
Stichprobe:n=500 Personen, repräsentativ für die österr. Bevölkerung ab 15 Jahre
Methodik:Randomstichprobe, telefonische Interviews (CATI)
Umfrage:Cati-Bus 12-2788
Feldzeit:August 2018
Die maximale Fehlerspanne bei 500 Befragten beträgt +/- 4,48%

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