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Wie die Österreicher zum Plastikkonsum stehen

Plastik beherrscht unseren Alltag, sei es im Badezimmer, beim Einkaufen, in der Arbeit oder auch im Kleiderschrank. Leider landet viel davon in Flüssen und schließlich im Meer, wo es eine große Gefahr für die Lebewesen darstellt. Auf politischer Ebene wurden bereits diverse Maßnahmen beschlossen, um den Plastikverbrauch einzudämmen: so sind in Österreich beispielsweise ab 2020 Einweg-Plastiksackerl verboten, auf EU-Ebene folgt das Aus für Trinkhalme, Wattestäbchen, Einwegbesteck ab 2021. Doch wie denkt eigentlich die Bevölkerung über das Plastikthema? Ist das Bewusstsein über den hohen Plastikkonsum vorhanden? Und auch der Wille, Plastik im eigenen Umfeld einzusparen?

Um das herauszufinden haben wir im April 2019 500 Österreicher und Österreicherinnen online gefragt, ob sie grundsätzlich über den Plastikverbrauch nachdenken. Bei 61% ist das Thema Plastikverbrauch fest im Kopf verankert, weitere 34% denken immer wieder mal daran. Nur 5% sagen, dass ihnen diese Thematik egal ist.

Frauen zeigen ein deutlich höheres Bewusstsein zum Plastikverbrauch als Männer (67% versus 56% „fest im Kopf verankert“) und hinsichtlich der Altersgruppen sind es die 50-69jährigen, denen das Thema Plastikverbrauch besonders stark zu denken gibt (69% versus 56%-57% in den jüngeren Alterskohorten).

Ein Großteil der Österreicher (91%) versucht im Alltag Schritte zu setzen, um weniger Plastik zu verwenden. Unter ihnen sagt die eine Hälfte, dass das gar kein Problem sei. Der anderen Hälfte fällt es allerdings schwer. Es sind vor allem junge Leute und Personen mittleren Alters, die eher Schwierigkeiten damit haben Plastik einzusparen.

Wo wird versucht, weniger Plastik zu verwenden? 89% jener Befragten, die versuchen im Alltag Plastik einzusparen, kaufen keine Plastiksäcke an der Kasse. 73% greifen zu unverpacktem Obst und Gemüse. 55% kaufen keine oder weniger PET Flaschen, 52% achten generell auf den Plastikanteil bei Verpackungen.

Vergleichsweise wenig in Betracht gezogen wird hingegen die Mitnahme von eigenem Geschirr für den Feinkost-Einkauf an der Theke (15%) oder für Take-away Speisen (13%).

Und in punkto Körperpflegeprodukte sagen 35%, dass sie hier auf Inhaltsstoffe ohne Mikroplastik achten.

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